Hochkarätige Künstler setzen Zeichen für die Klassik: So war der OPUS KLASSIK 2020 in Berlin

  • Zwei Abende für die klassische Musik: Der OPUS KLASSIK 2020 fand am vergangenen Wochenende in der Villa Elisabeth und im Konzerthaus Berlin statt
  • Anne-Sophie Mutter, Jonas Kaufmann, Diana Damrau u.a. erhielten Auszeichnung
  • Désirée Nosbusch, Ursula Karven und John Williams unter den Laudatoren
  • Fotomaterial zur Veranstaltung unter bit.ly/OPUSKLASSIK2020 und presseportal.zdf.de/presse/opusklassik2020

Berlin, 19. Oktober 2020. Gemeinsam stark in Zeiten der Krise: Am vergangenen Wochenende versammelte sich die Welt der Klassik für den OPUS KLASSIK 2020 in Berlin. Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V. zeichnete insgesamt 48 Preisträgerinnen und Preisträger mit der begehrten Trophäe für ihre außergewöhnlichen Leistungen im Bereich der klassischen Musik aus – stets unter strengster Einhaltung der Hygienevorschriften. Um möglichst vielen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne zu bieten und die beeindruckende Vielfalt des Genres zu präsentieren, fanden in diesem Jahr zwei Preisverleihungen statt.

Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik e.V., zeigte sich erfreut über das vom OPUS KLASSIK 2020 ausgehende Signal: „Gemeinsam wollen wir auf und hinter der Bühne die Stimme erheben, damit klassische Musik ihre wichtige Funktion in unserer Gesellschaft weiter wahrnehmen kann. Es ist kein Zufall und statistisch nachweisbar, dass Menschen seit Beginn der Pandemie vermehrt Klassik hören und daraus emotionale Kraft und geistige Anregung beziehen. Ich danke allen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie unseren Partnern, die das Wochenende der Klassik unter schwierigsten Bedingungen so inspirierend und gleichzeitig verantwortungsvoll gestaltet haben, für ihr außerordentliches Engagement und für ihre Kunst.“

Premiere beim OPUS KLASSIK: Kammerkonzert und Preisverleihung am Vorabend der Gala

Es war ein glänzender Auftakt: Annika Treutler, Frank Bungarten, das franz ensemble, Mirijam Contzen mit Julien Quentin, Sebastian Manz und Sebastian Studnitzky und Simon Höfele in Begleitung von Elisabeth Brauß – sie alle traten bei dem Kammerkonzert am 17. Oktober in der Villa Elisabeth live auf. Im Anschluss verliehen die Jurysprecher Dr. Kerstin Schüssler-Bach und Michael Becker die ersten Trophäen an die auftretenden Künstler sowie an 12 weitere Preisträger. Der Abend setzte ein wichtiges Zeichen für die Klassikszene: Zahlreiche Preisträger sowie der Bereich der Kammermusik erhielten so eine zusätzliche Bühne vor einem großen Publikum. „Dass dieser Preis allen Widrigkeiten zum Trotz, in diesem Jahr verliehen wird, soll auch ein Zeichen setzen für die Lebendigkeit und Vielfalt der klassischen Musik, die wie so viele andere Berufe in diesem Jahr auf den Prüfstand gestellt wurde“, so Jurysprecherin Dr. Kerstin Schüssler-BachDas Konzert wurde vom ZDF im Livestream übertragen und ist als Video auf Abruf auf www.zdf.de/kultur/opus-klassik/opus2020-kammerkonzert-100.html zu sehen.

Jonas Kaufmann: „Lassen Sie uns weiter diese wunderbare Kunstform ausüben!“

Am Tag darauf gab die US-amerikanische Dirigentin Karina Canellakis beim großen Orchesterkonzert im Konzerthaus Berlin den Takt vor. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler begeisterten in der von Thomas Gottschalk moderierten Gala mit ihren Auftritten. Jonas Kaufmann („Klassik ohne Grenzen“) stand zusammen mit Diana Damrau („Solistische Einspielung Gesang (Lied)“) für die gemeinsame Performance von Franz Lehár „Lippen schweigen“ auf der Bühne. „Ich bin überglücklich, hier zu sein und für wenige Minuten ein kleines bisschen Normalität zu schnuppern, so wie es immer war und so wie es hoffentlich sehr bald wieder sein wird“, freute sich der Tenor und appellierte an die Politik: „Lassen Sie uns weiter diese wunderbare Kunstform ausüben. Lassen Sie uns unseren Beruf ausüben!“ Die luxemburgische Moderatorin und Schauspielerin Désirée Nosbusch überreichte den beiden Preisträgern ihre Trophäen. Schauspielerin Ursula Karven hielt die Laudatio auf Jakub Józef Orliński („Operneinspielung bis inkl. 18. Jahrhundert“) und Dorothee Oberlinger („Instrumentalistin (Blockflöte)“), die einen atemberaubenden Auftritt zu Vivaldis „Sol da te“ aus „Orlando furioso“ hinlegten.

Zwei starke Frauen der Klassik: Schauspielerin und Klassikfan Natalia Wörner überreichte den Preis an Elīna Garanča („Sängerin des Jahres“). „Vielleicht ist für manche Menschen die Musik nicht überlebensnotwendig – für den Körper bestimmt nicht, aber für die Seele. Viva la musica!“, so die Mezzosopranistin. Komponist John Williams gratulierte Anne-Sophie Mutter via Videogruß aus Hollywood zum Preis in der Kategorie „Instrumentalistin (Violine)“ für ihr gemeinsames Album „Across the Stars“. „Wer hat denn nicht in den letzten Wochen und Monaten die Kunst genossen?“, fragte die Violinistin. „Die musikalische Umarmung in einer Zeit, in der das sogenannte Social Distancing und die Einsamkeit, Teil unseres Lebens geworden sind. Wer von uns hat nicht seinen Lieblingssong gehört, um sich aufzubauen, ein spannendes Buch gelesen oder es mit einem wunderbaren Film versucht. Das ist alles Teil der Kunstwelt. Und diesen Teil der Kunstwelt, überhaupt die Kunstwelt, gilt es zu schützen. Es ist ein Schatz!“ Die isländische Cellistin und Ocscar-gekrönte Komponistin Hildur Guðnadóttir, selbst Preisträgerin für das „Innovative Konzert des Jahres“ ehrte den isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson („Solistische Einspielung (Klavier)“) mit einer Laudatio via Skype. Weitere glanzvolle Auftritte lieferten Annelien van Wauwe („Nachwuchskünstlerin (Klarinette)“), Daniel Behle („Sänger des Jahres“) und das vision string quartet („Kammermusikeinspielung Quartett“).

OPUS KLASSIK 2020 im Zeichen des Beethoven-Jahres

Zum Jubiläumsjahr Beethovens hat der OPUS KLASSIK-Beirat einen Sonderpreis „Beethoven 250“ ausgelobt. Thomas Gottschalk überreichte die Auszeichnung an Dirk Kaftan und das Beethoven Orchester Bonn für die Interpretation der Schauspielmusik „Egmont“. Auch in weiteren Kategorien sorgten Beethovens Werke für Erfolg: Die gehörlose Tänzerin Kassandra Wedel gewann mit ihrem Musikvideo, einer Tanz-Performance zu Beethovens 5. Symphonie, nicht nur den Jurypreis „Videoclip des Jahres“, sondern auch den Publikumspreis der WELT AM SONNTAG. Ein Highlight markierte die Verleihung der „Lebenswerk“-Trophäe durch Schauspieler Matthias Brand: Er ehrte Pianist Rudolf Buchbinder, für dessen Konzertkarriere und Diskographie Beethovens Werk zentral ist.

Erstklassige Partner unterstützten die Veranstaltung

Durch die Unterstützung des Partners Mercedes-Benz war es möglich, die Künstlerinnen und Künstler in einer vollelektrischen Flotte aus EQC und dem neuen EQV zur Verleihung zu chauffieren. Weitere Partner des OPUS KLASSIK sind die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Medienpartner WELT AM SONNTAG.

 

Die Aufzeichnung ist ebenfalls in Kürze in der ZDF Mediathek auf Abruf verfügbar.

Weitere Informationen zum deutschen Klassikpreis unter www.opusklassik.de.

 

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Pressematerial unter: bit.ly/OPUSKLASSIK2020

 

Über das ZDF: www.zdf.de

Über WELT AM SONNTAG: www.welt.de

Über die GVL: www.gvl.de

Über Mercedes-Benz: www.mercedes-benz.de


Über Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V.

Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V. wurde 2018 gegründet. Das Ziel des Vereins ist die Förderung der klassischen Musik und insbesondere die Auszeichnung ihrer Künstler. Die Gründungsmitglieder des Vereins setzen sich zusammen aus Vertretern von CLASS – Association of Classical Independents in Germany, Deutsche Grammophon, Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, Dagmar Sikorski, Sony Music Entertainment, Festspielhaus Baden-Baden und Warner Music Group Germany. Beiratsmitglieder sind das Rheingau Musik Festival, IMG Artists und MünchenMusik sowie die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und TONALi. Damit deckt der Verein ein breites Spektrum an Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Bereichen der klassischen Musik ab. Den Vorstand stellen Burkhard Glashoff, Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, und Dr. Clemens Trautmann, Deutsche Grammophon (Vorstandsvorsitzender).

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