29.04.2021

Die Wahrheit über den Winterschlaf oder: Warum TikTok und NGOs gut zusammenpassen.

Die Geschichte vom Winterschlaf ist eine Geschichte voller Missverständnisse – bzw. sogar eine ausgewachsene Lüge. Denn Bären, Igel und Co. legen sich mitnichten sechs Monate zum Schlafen auf die faule pelzige Haut und warten auf den Frühling. Vielmehr gehen sie in einen extremen Energiesparmodus. Dabei fahren sie ihre Köperfunktionen auf ca. fünf Prozent der notwendigen Leistung herunter. Das geht soweit, dass selbst Hirnströme nicht mehr messbar sind. Und genau dies ist der größte Unterschied zu einem Besuch im Land der Träume.

Die Generation Z will mitmischen

Woher wir das alles wissen? Vom WWF Deutschland, dem World Wide Fund For Nature. Er verpackt spannende Fakten und interessante Themen rund um Tier-, Arten- und Umweltschutz in kurze, unterhaltsame TikTok-Videos. Aber passt das überhaupt zusammen: eine Plattform wie TikTok und anspruchsvolle, oft ernsthafte Inhalte, wie sie für NGOs business as usual sind? Klare Antwort: Auf jeden Fall!

Spätestens seit „Fridays for Future“ weiß man: Die Generation Z ist engagiert und interessiert; politisch und offen für verschiedene Themen, etwa für Klima-, Tier- und Umweltschutz. Doch über klassische Medien wie Zeitungsanzeigen oder Plakate sind die jungen Menschen, die sich liebend gerne in den sozialen Netzwerken tummeln, schwer oder gar nicht mehr erreichbar und für diese Themen zu begeistern. Genau hier kommt die Video-Unterhaltungs-App TikTok ins Spiel. Sie bietet Unternehmen einige Potenziale – und eben auch NGOs.

Die Nr. 1 unter den Social Media Apps

TikTok hat sich im Laufe der Zeit zu einer der beliebtesten Social Media-Plattformen entwickelt. Aktuell ist sie die Nr. 1 unter den Apps und bei den Downloads der absolute Spitzenreiter. Zentrales Element von TikTok: Mithilfe der App lassen sich kurze Videos mit einer Länge von maximal 60 Sekunden erstellen; mit Originalton oder mit Sound und Musik unterlegt. Mittlerweile verzeichnet die Plattform zwei Milliarden Downloads und über 800 Millionen aktive Nutzer pro Monat weltweit. In Deutschland ist TikTok besonders bei der Zielgruppe 13 – 24 Jahren beliebt. Mehr als 7,8 Millionen deutsche Nutzer monatlich sind TikTok verfallen.

Dank TikTok näher dran an der Zielgruppe

Die App wächst rasant, wird stetig erweitert und ergänzt. Alle Features, Effekte und Filter sind kinderleicht zu bedienen. Und ganz egal, ob es sich um spaßige Videos handelt oder doch eher anspruchsvolle Beiträge realisiert werden sollen: Authentizität, Kreativität und der Spaß für die Community stehen bei TikTok im Mittelpunkt – und genau damit hebt sich die App von anderen Plattformen ab. Denn dieser Aspekt ist es, der TikTok für NGOs so interessant macht. Die nichtstaatlichen Organisationen können dort mit ihren wichtigen und gewichtigen Themen eine andere Wirkung erzielen, neue Zielgruppen erreichen und ihre Botschaften breiter streuen.

Das Thema muss in die richtige Form passen

TikTok bietet Unternehmen bzw. NGOs verschiedene Werbeformen, z. B. Paid Ads, Branded Lense, Livestreams oder die sogenannte Branded Hashtag-Challenge, die auch der WWF nutzt. Mit diesem Format können Unternehmen und Marken unter einem personalisierten Hashtag eine sogenannte Hashtag-Challenge starten. Verwenden Nutzer diesen Hashtag, nehmen sie automatisch an der Challenge teil und erstellen User-generated Content zu einem gebrandeten Thema. Das Ergebnis: eine höhere Resonanz bei der Community und gesteigerte Aufmerksamkeit.

Ganz wichtig: Bloß nicht zu ernsthaft

Im Rahmen dieser Formate sind dann eigentlich alle Themen möglich. Voraussetzung: Die Form des Beitrags muss zu TikTok passen – und damit eben auch zur Zielgruppe. Denn beim Thema Ernsthaftigkeit versteht die App wenig Spaß. Heißt im Klartext: Auch wenn es sich um ernsthafte Inhalte handelt, müssen diese für TikTok ein stückweit heruntergebrochen und modifiziert werden. Hierbei ist durchaus Fingerspitzengefühl gefragt. Denn zum einen sollte das, was die NGOs auf TikTok zeigen, seriös und glaubwürdig rüberkommen. Zum anderen gilt es, die Zielgruppe nicht zu sehr von oben herab anzusprechen und zu belehrend zu sein. Zu guter Letzt sollten die Beträge dann auch immer einen gewissen Unterhaltungsfaktor bieten.

Experten des WWF klären auf

Zahlreiche internationale NGOs sind bereits auf TikTok vertreten, darunter u. a. The UN Refugee Agency, Unicef, Greenpeace oder eben in Deutschland der WWF Deutschland. Für ihn hat Kruger Media einen umfangreichen TikTok-Auftritt entwickelt – mit zahlreichen verschiedenen Formaten, die bei der jungen Zielgruppe bestens ankommen. So fungieren beispielsweise Experten aus den eigenen Reihen als Testimonials. Unter Hashtags wie #weirdfacts oder #musstewissen liefern sie spannende Fakten und interessante Infos aus dem Tierreich. Dazu gibt es gute, positive und manchmal recht kuriose Meldungen rund um Naturschutz- und Nachhaltigkeitsthemen.

Die goldene Bananenschale: Auszeichnung für „bad habits“

Konzerne, Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens, die in Sachen Umwelt- und Tierschutz gehörig daneben getreten sind, werden mit der „goldenen Bananenschale“ ausgezeichnet, einem digitalen Negativpreis. Im Gegenzug können sich Akteure mit einem positiven Verhalten über den Titel „Wohltäter der Woche“ freuen. Und dann gibt es da noch Beiträge zu tierischen Superkräften (sie richten die Aufmerksamkeit auf bedrohte Arten), praktische DIY-Tipps („Wie baut man ein Insektenhotel für den eigenen Garten mit Alltagsgegenständen?“) und, und, und.

Mit TikTok ist der WWF in jedem Fall nah am Puls der Zeit und bietet jungen Menschen viel Wissenswertes, Interessantes und Unbekanntes rund Natur-, Umwelt- und Artenvielfaltschutz – und eben auch die Wahrheit über den Winterschlaf.

 

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Richard Pelzer

Director Creative Campaigning

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