Marke, Performance und Community:
CMOs of Berlin diskutiert die Zukunft des Marketings.
Wie können Unternehmen messbare Performance erzielen und gleichzeitig langfristiges Markenvertrauen aufbauen? Und was benötigen Marken, um glaubwürdig Teil kultureller Communities zu werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der ersten Breakfast Edition von „CMOs of Berlin“, zu der Kruger und der Marketing Club Berlin am 16. Juli rund 30 Marketingentscheider aus Berliner Unternehmen in das Soho House Berlin eingeladen hatten.
Nach vorherigen Ausgaben in den Showrooms von Mercedes-Benz, NIO und CUPRA setzte das Veranstaltungsformat dieses Mal bewusst auf einen persönlichen Austausch in kleiner Runde. Ohne klassische Präsentationen kamen die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Frühstück und zwei kompakten Gesprächsformaten miteinander ins Gespräch. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Myriam Sztayn Aber, Präsidentin des Marketing Club Berlin und Head of Marketing bei Berlin Partner, sowie Michael Frohoff, Mitinitiator von CMOs of Berlin und Gründer von Kruger.
Vertrauen als Grundlage nachhaltiger Performance
Im Panel „Berlin Future“ diskutierten Vera Wienken, Director Marketing bei Libra by Wolters Kluwer und Forbes-30-Under-30-Alumna, und Sonya Gonzalez Mier, Head of Marketing bei mmaah – Eat Korean, darüber, wie Unternehmen Markenaufbau und Performance Marketing künftig stärker miteinander verbinden können.
Dabei wurde deutlich: Datenbasiertes Targeting und kurzfristige Conversion-Ziele können ein überzeugendes Produkt und langfristig aufgebautes Vertrauen nicht ersetzen. Gerade in Märkten mit zunehmendem Wettbewerb entscheiden eine klare Positionierung, ein glaubwürdiges Leistungsversprechen und eine konsistente Customer Experience darüber, ob Kunden einer Marke dauerhaft verbunden bleiben.
Kulturelle Relevanz entsteht aus Community
Das zweite Gesprächsformat „Berlin Culture“ brachte Perspektiven aus Musik und Fußball zusammen. Die Berliner Rapperin Wa22ermann und Anna Aehling, Abwehrspielerin beim 1. FC Union Berlin, diskutierten, wie kulturelle Zugehörigkeit und authentische Community-Beziehungen entstehen.
Im Mittelpunkt stand die Erkenntnis, dass Unternehmen kulturelle Relevanz nicht kurzfristig über Kampagnen oder Kooperationen herstellen können. Glaubwürdigkeit entsteht vielmehr durch langfristige Präsenz, ein echtes Verständnis der jeweiligen Community und einen nachvollziehbaren Beitrag zu ihrer Kultur – unabhängig davon, ob es sich um eine Musikszene, einen Stadtteil oder die Fans eines Fußballvereins handelt.
Moderiert wurden die beiden Gesprächsrunden von Arianna Volpe, Kruger, und Nick Kohlhase, Berlin Partner.
„Marketing steht zunehmend unter dem Druck, kurzfristige und messbare Ergebnisse zu liefern. Nachhaltiges Wachstum entsteht jedoch nur dort, wo Marken langfristig Vertrauen aufbauen und eine glaubwürdige Rolle im Leben ihrer Zielgruppen einnehmen“, sagt Michael Frohoff, Mitinitiator von CMOs of Berlin. „Mit dem CMOs Format schaffen wir einen Raum, in dem Marketingverantwortliche solche Herausforderungen offen, praxisnah und über Branchengrenzen hinweg diskutieren können.“
Die Gespräche zeigten zugleich, welche besonderen Anforderungen Berlin an die Markenkommunikation stellt. Die Hauptstadt ist kein einheitlicher Kommunikationsraum, sondern ein Netzwerk unterschiedlicher Szenen, Lebenswelten und Communities. Unternehmen, die hier kulturelle Relevanz entwickeln möchten, benötigen deshalb lokale Expertise, langfristige Beziehungen und ein glaubwürdiges Engagement.
