12.08.2021

Follow The Sun – Mit dem Carado T 449 durch den Sommer in Island

Flexibel und für alles gewappnet

Machen Isländer Sommerurlaub im eigenen Land, gibt es nur eine Regel: „Folge der Sonne“. Bei bekanntermaßen kühlen Temperaturen und wenigen Sonnenstunden im Herbst und Winter ist das verständlich. In den Sommermonaten dagegen ist die Webseite der lokalen Wettervorhersage vedur.is gefragter Taktgeber und man fährt gerne 200 Kilometer in die passende Richtung – hell ist es immerhin bis zu 20 Stunden. Campingplätze gibt es überall zahlreich. Sind tatsächlich mehrere Campingplätze überfüllt, machen die Bauern nebenan auch gerne ein paar Wiesen frei. Urlaub in Island braucht Flexibilität und dafür ist ein Wohnmobil der perfekte Reisebegleiter. Zentrales Thema bleibt das Wetter. In Island heißt es, dass sich das Wetter alle 15 Minuten ändert. Somit erübrigt sich die Frage nach der Witterung – im Sommer können Sonne, Regen und Sturm, 10 oder 20 °C innerhalb einer Stunde abwechselnd auftreten. In unserem Urlaub im Sommer 2021 mit vierköpfiger Familie im gemütlichen und einfach praktischen Carado T449 haben wir dies selbst erlebt. Interessant ist auch die Erfahrung, dass es auf der einen Seite des Wohnmobils heftig regnen kann und auf der anderen Seite gar nicht. Das liegt daran, dass ein Sturm den Regen vertikal kommen lässt.

Jenseits des „Golden Circle“

Wir sind natürlich nicht wegen der Sonne nach Island gefahren, sondern wegen der einzigartigen Landschaft. Fjorde, Gletscher, schwarze Strände, Wasserfälle, aktive Vulkane, Geysire und dazwischen jede Menge isländischer Pferde und genauso viele Schaf – All das gibt es kompakt auf dieser Insel. Ja, auch wir orientieren uns von Reykjavík kommend zu Beginn am Gullni hringurinn, allseits als Sightseeing-Trip Golden Circle bekannt. Mit dem Gullfoss-Wasserfall, dem Strokkur-Geysir und der Thingstätte Þingvellir befindet er sich genau an der Grenze der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatten, deren Auseinanderdriften für die vielen Vulkane auf Island verantwortlich sind. Danach geht es einmal komplett herum auf der berühmten Ringstraße mit rund 1300 Kilometern. Wir machen den Trip entgegen des Uhrzeigersinns. Mit gefülltem Kühlschrank, frischen Kaffee aus der Bakarí (isländisch für Bäckerei) und der N1 Bonus-Tankkarte geht es los. Wir entdecken im Süden alte Wikinger-Dörfer und sehen am Diamond Beach Eisberge ins Meer treiben. Wir lassen den imposanten Gletscher Vatnajökull neben uns liegen und halten einen Zwischenstopp am Flugzeugwrack einer DC-3.

Nicht nur Land, sondern auch Leute

Recht schnell fällt uns auf, dass das Besondere Islands nicht nur die Landschaft ist, sondern die Leute und die Familienfreundlichkeit des Landes. Jedes Dorf hat einen modernen Spielplatz, oft mit riesiger Hüpfmatte. Jeder kleinere Ort bietet ein gutes und günstiges Schwimmbad. Der Eintritt für Kinder ist frei. In den Hot Tubs (kleine heiße Badepools) trifft man sich gerne mit Kaltgetränk und nach dem obligatorischen „Where do you come from?“, ist man mitten im Plausch über Land und Leute. So erhält man gute Reise-Tipps zu ausgezeichneten Restaurants oder Sightseeing-Stopps, die man keinesfalls verpassen darf.

Top Tipp: Islands Norden

So landen wir auch mit dem Tipp, die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi zu besuchen, im Norden Islands. Hier soll Odins achtbeiniges Ross Sleipnir einen Hufabdruck hinterlassen haben. Ásbyrgi ist Teil einer 260 Kilometer langen Route, dem Diamond Circle. Hier gibt es beeindruckende Wasserfälle, die Secret Lagoon, die Whale Watching-Stadt Húsavík und den traumhaft schönen See Mývatn. Nebenan ein Dutzend weiterer Highlights im Umkreis. Diese Gegend wird unser Favorit der ganzen Reise. Man glaubt es kaum, die Kinder fragen nach der nächsten Wanderung oder Mountainbike-Tour, da es so viele spannende Entdeckungen gibt. Außerdem ist die Ecke aufgrund der Entfernung zur Hauptstadt weniger touristisch, zugleich grüner und wärmer.

Clevere Stille

Auch nach zwei Wochen fühlen wir uns in unserem fahrenden Carado-Basecamp pudelwohl. Clever ist das Hubbett für die Kinder über der Sitzecke im vorderen Teil des Wohnmobils, das sich rauf- und runterfahren lässt und der große Stauraum für gefundene Schätze. Ebenfalls ein Segen ist die Zwischentür, um in Ruhe ein Nickerchen zu machen. Auch sonst können wir die “Stille” genießen. Hörte man in anderen Wohnmobilen, die wir in Neuseeland oder Japan fuhren, ein ständiges Klappern der Schrankfächer, wenn es über Schotterpisten geht, bleibt der Carado auf Fiat Ducato-Basis entspannt. Wir auch.

Guter Sound und der beste Fisch

In Húsavík treffen wir alte Freunde, die uns nach Ísafjörður in die Westfjords einladen. Der Besuch ist für mich ein Muss. Eine Wiederkehr um tolle Musiker, wie Mugison zu treffen, die ich vor Jahren beim Musikfestival Aldrei fór ég suður kennengelernt hatte. Neben dem bekannten Iceland Airwaves-Festival ein Geheimtipp. Außerdem zählt das dortige Fischrestaurant „Tjöruhúsið” zu den besten des Landes.

Schmale Straßen, meilenweiter Strand

Nach einem Abstecher auf den Gletscher Langjökull mit „Into The Glacier“ bei Húsafell fahren wir mit der Fähre von Stykkishólmur von der Halbinsel Snaefellsnes zu den Westfjords. Dort wird schnell klar, dass hier die etwas größeren Wohnmobile, wie unser T449 fehlen. Warum eigentlich? Ja, die Straßen sind schmaler und es gibt mehr Schotterpisten, aber die Landschaft fernab der Touristenströme zieht uns an und unser Carado rockt die Straßen. Unser Highlight wird die westlichste Spitze des Landes Látrabjarg mit steilen Kliffs und Puffins (Papageientauchern), sowie dem Museum in Hnjótur. Hier wird die Geschichte der Rettung einer Schiffsbesatzung durch isländische Helfer 1947 packend erzählt. Obendrauf liegt in den Westfjords ein Unikum des Landes. Hier gibt es den Rauðisandur, ein wunderschöner, verlassener, meilenweiter Strand mit gold rotem anstatt schwarzem Sand, der zum Strandburgenbauen einlädt. Ja, wir gehen auch ins Meer.

Jede Playlist hat ein Ende

3.000 Kilometer stehen auf der Uhr, als wir einen letzten Abstecher zum aktiven Vulkan Fagradalsfjall im Süden des Landes unternehmen. Unser treues mobiles Zuhause geben wir danach unweit des Flughafens beim freundlichen und kompetenten Team von McRent wieder ab. Die Iceland Roadtrip Playlist bei Spotify spielt einen letzten Song von Salome Katrin. Die sympathische Truppe des Carado-Vermieters McRent macht den T449 fit für die nächsten Mieter. Dich.


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Michael Frohoff

CEO and Founder

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